MichaelRothenpieler Naja, ich würde es nicht Next Level nennen, sondern wahrscheinlich Naivität/Bequemlichkeit. Also das ist sicher nicht die Art, welche ich unbedingt empfehlen würde 😀 Aber die Vorstellung, ich muss da alles vorbereiten, einpacken, mitnehmen, die Schuhe noch imprägnieren, Proviant einkaufen, Wettervorhersage checken, Örtlichkeiten erkunden, Notfallszenarien durchgehen, Bärenspray einpacken, Moskitonetz einrollen, GPS-Gerät mitnehmen, BarryFox aktualisieren, Schaufel aus der Garage holen, Antimückenspray auffüllen,... dann habe ich keine Lust mehr und bleibe zu Hause 😄
Und in der Schweiz sind die Risiken überschaubar würde ich sagen, solange man nicht hochalpin geht.
Im Ausland ist es aus der Erfahrung heraus oft anders. Kann mich noch daran erinnern, als ich vor Jahren im Death Valley/USA mit dem Auto unterwegs war, ohne irgendjemand über meine Absicht zu informieren, ohne Reservekanister, ohne viel Wasser, einfach los. Dann zufällig habe ich am Abend einen Artikel gelesen über eine deutsche Familie https://www.sueddeutsche.de/panorama/vermisste-deutsche-familie-knochenfund-im-tal-des-todes-1.132155. Die waren mit dem Auto unterwegs, hatten einen Platten, kein Empfang. Warteten auf Hilfe, die kam nicht. Versuchten einen auf der Karte eingezeichneten NASA Stützpunkt zu erreichen, der aber nicht bewirtschaftet war, etc. Auf alle Fälle konnte man den Fall erst 13 Jahre später auflösen, weil man sie erst dann fand! Bedeutet, dass es viele Gegenden gibt auch in Nationalparks, bei denen jahrelang niemand durchfährt oder die Gegend so grossflächig ist, dass keine Suche möglich ist. So etwas ist für die Schweiz kaum denkbar. Dieser Artikel hat mir schon auch zu Denken gegeben. Ich denke die Mischung macht es aus, oder ein gesunder Umgang mit Risiken, also etwas zwischen einem "Prepper" und dem Typ von "Into the Wild".