Erik Ich kann es versuchen 😀aber es ist nicht wahnsinnig spektakulär. Aber ja du hast Recht, es war nicht ein Kauf, sondern mehrere zusammen welche ich kurz nach meinen Ferien erhalten habe. Sie stammen ausnahmslos von Online-Auktionen. Das goldene Elinox Pioneer ganz rechts sowie das Modell Nr. 235 m (Mountaineer) daneben stammen von ebay Deutschland. Versand wurde allerdings nicht in die Schweiz angeboten, weshalb ich die beiden Messer zu einem Kollegen senden liess welche sie an mich weiterleitete. Ich helfe ihm dann auch ab und an aus. Das goldene war ein Sofort-Preis Kauf, das Mountaineer eine Auktion.
Das Ri-Ri Messer ist für mich persönlich etwas sehr spezielles. Es ist ein Modell Nr. 620 "Princess" aus einer Zeit vor 1957, also mit sichtbaren Nieten in Cellidor Rot. Ri-Ri ist eine Traditionsmarke mit Schweizer (und Deutscher) Vergangenheit. Es handelte sich um ein Reissverschlusspatent, welches sehr erfolgreich war. Bei dieser Auktion in der Schweiz gab es nur einen Mitbieter.
Die beiden roten Alox stammen aus einem Konvolutkauf mit ca. 20 Messern. Ich war prinzipiell nur an einem interessiert (das ist jetzt hier aber nicht auf dem Foto). Die Bilder waren schlecht, es war eine Art Lotterie. Es war ein Brockenhaus welches diese Messer online verkaufte. Das sieht man immer mehr, dass gewisse Stücke nicht mehr im Brockenhaus selbst, sondern auf Onlineplattformen angeboten werden, weil da besser Preise erzielt werden können. Die beiden Alox hier sind fast neuwertig, es hatte noch ein drittes, sah auf den Fotos genau gleich aus, dort ist aber die Hakenklinge abgebrochen. So ist es oft. Manchmal gewinnt man, manchmal verliert man. Die Kunst ist ein wenig herauszufinden, ob jemand absichtlich Artikel mit schlechten Fotos anbietet um die Kundschaft in die Irre zu führen, oder ob das unabsichtlich geschieht. Mit der Zeit hat man hier ein wenig die Erfahrung, welchen Händlern/Verkäufern man trauen kann, und welchen nicht.
Das braune Fibermesser Soldatenmesser Modell 1890 Typ II von Elsener war ein Angebot eines bekannten Händlern, von dem ich schon viele Sachen erworben habe. Die Werkzeuge sind super, aber leider für meinen Geschmack etwas überrestauriert, von wem auch immer. Dann die verbleibenden beiden roten Cellidormesser gab es auf Ricardo (Schweizer Plattform). Bei beiden gab es keine Mitbieter, beide erhielt ich für je CHF 15.- (vom gleichem Händler). Dasjenige ganz links nahm ich wegen der speziellen Aufdruck, dass an die 100-Jahre Messerserie erinnert. Eigentlich war ich am anderen interessiert, ein Modell Nr. 247k. Das ist äusserst selten. Für mein erstes dieser Modelle habe ich Jahrelang danach gesucht. Für mich persönlich wäre es viel mehr Wert gewesen. Das ist aber allgemein so. Ganz seltene Modelle sind im Preis meistens nicht so hoch, wie solche, von denen es viele auf dem Markt gibt. Bernard Levine, einer der herausragendsten Messerexperten der USA, hat es einmal so erklärt (ungefähre Erklärung, in meinen Worten). Sammler seien "Herdentiere", wie Schafe. Die wollen alle das gleiche haben, nämlich das, was andere haben und man selber nicht. In einer Gruppe von beispielweise 10 Sammler sind diejenige Modelle besonders interessant, welche 8 haben, und 2 (noch) nicht. Dann sprechen die anderen darüber, und 2 können nicht mithalten. Entsprechend möchten diese die Modelle unbedingt auch haben. Wenn von 10 jetzt nur 1 ein ganz seltenes Modell hat, mag das zwar interessant sein, aber löst bei den 9 keinen grossartigen Reflex aus, dieses unbedingt auch haben zu wollen. Weil einer alleine kann nicht mit anderen gross diskutieren. Ich finde dieses Phänomen sieht man gut bei Victorinox limited Editions. Ist die Auflage zu gering (z.B. Horseshoe Knife, Kantonsmesser, etc.), dann sind die Verkaufspreise auch nicht wahnsinnig hoch, weil die Interessensgruppe relativ klein bleibt. So werden beispielsweise Alox Jahresmesser der ersten Jahre gleichhoch oder sogar höher gehandelt, obwohl die Auflage dort um ein x-faches höher war. Irgendwie so funktioniert es 😀Deshalb bin ich froh darüber, dass sich viele Leute auf die Alox-Messer stürzen und dort ihr Geld liegen lassen, und den Vintage Bereich eher meiden.