schoeM Ja ich sehe das auch so. Da wird den Mitarbeitenden deren Wertschätzung/Erfolg genommen.
Ich denke man müsste die Einzelfälle anschauen. Der Laden, bei dem ich das Messer gekauft habe, war ein Souvenir-Laden auf einem Berg. Von ca. 150 m2 Ladenfläche waren vielleicht 2 m2 für Victorinox Produkte. Der hat bestimmt über 100 andere Lieferanten noch mit anderen Produkten. Wie soll er hier die Übersicht erhalten, was er wann wie ausstellen und verkaufen darf? Auch praktisch: er erhält ein Paket von Victorinox. Wo soll er mit der Ware hin? Diese einlagern und daran denken, sie dann zum richtigen Zeitpunkt hervor zu nehmen? Zudem fährt niemand extra auf diesen Berg für ein Victorinox Produkt, da das Ticket teurer als das Messer ist. Der Laden wird frequentiert von hauptsächlich asiatischen Touristen, die ein Souvenir nach Hause nehmen wollen. D.h. dieser Laden wird gar nicht davon profitieren, die Messer zu früh verkauft zu haben, davon bin ich überzeugt. Was mich zurückbringt auf die Frage, ob es tatsächlich notwendig ist, die Händler frühzeitig zu beliefern? Ich sehe keine wirklich relevanten Gründe, die dafür sprechen. Denn wenn man wirklich interessiert daran ist, dass die Händler die Waren nicht frühzeitig anbieten, müsste man dies kontrollieren und auch sanktionieren. Das macht man nicht. Also wird es - leider - für Victorinox nicht so wichtig sein. Der Ärger bleibt aber bei den Sammlern und Liebhabern. Und: zunehmend tauchen KI basierte Produkte im Netz auf. Wer kann zukünftig noch dafür garantieren, dass diese echt sind, wenn Victorinox offiziell erst 2 Wochen später etwas ankündigt? Als potentieller Betrüger wäre es ein Kinderspiel, heute ein Produkt online zu stellen - in angeblicher Kooperation mit Victorinox - ähnlich wie das Barista-Tool, limitiert, nur kurzzeitig verfügbar, und was würde passieren? Die Leute würden das Tool kaufen weil man aus der Erfahrung weiss: gut möglich, dass diese Ankündigung stimmt, weil Victorinox oft/immer zu spät ist. Und niemand möchte die Gelegenheit verpasst haben.